Ein Ort für Natur, Begegnung und gemeinsames Gärtnern
Jetzt mitmachenIm Lustgarten Hohenwettersbach soll ein Gemeinschaftsgarten entstehen, ein Ort für Natur, Begegnung und gemeinsames Lernen. Die Idee ist, eine bisher wenig genutzte Fläche im Ort zu einer naturnahen Gartenlandschaft zu entwickeln, die allen Menschen offensteht.
Solche Waldgärten verbinden ökologische Gestaltung mit sozialem Miteinander. Sie entstehen gemeinschaftlich und werden dauerhaft von den Menschen vor Ort gepflegt und genutzt.
Waldrandstruktur mit mind. 3 Vegetationsschichten (Abb.: Jacke, D & Toensmeier, E.)
Der Garten orientiert sich am Konzept eines Urbanen Waldgartens, einem vielfältigen Pflanzsystem, das sich an natürlichen Waldrändern orientiert.
Diese mehrschichtige Struktur schafft Lebensräume für Tiere und Insekten, verbessert das Mikroklima und ermöglicht gleichzeitig eine vielfältige, mehrjährige Ernte.
Der Garten ist Lebensraum für Tiere, Insekten und Pflanzen direkt im Stadtteil und schafft mehr Artenvielfalt für Hohenwettersbach.
Verbessertes Mikroklima, natürliche Kühlung im Sommer und Bindung von CO₂ durch die Bepflanzung.
Ein Ort zum Begegnen, Austauschen und gemeinsamen Erleben für Jung und Alt im Ort.
Workshops, Kinderprogramme und Angebote rund um Natur, Garten und nachhaltige Ernährung.
Das Projekt wurde im Rahmen eines bundesweiten Programms zur Förderung naturnaher Stadtentwicklung entwickelt. Ziel ist es, urbane Naturoasen zu schaffen, Biodiversität zu stärken und neue Orte für Umweltbildung zu entwickeln.
Um das Projekt langfristig zu tragen, wurde der Gemeinschaftsgarten Hohenwettersbach e.V. gegründet. Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern soll der Garten geplant, aufgebaut und betrieben werden.
Geplant sind offene Planungstreffen, Pflanzaktionen, Workshops sowie Angebote für Kinder und Erwachsene rund um Natur und nachhaltiges Gärtnern.
Die Nachher-Bilder wurden mithilfe von KI erstellt und zeigen mögliche Gestaltungsvarianten als Beispiel. Wie der Garten tatsächlich aussehen soll, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger von Hohenwettersbach gemeinsam.
In der Ortschaftsratssitzung Anfang 2026 wurde der Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die Bereitstellung der notwendigen Fläche für den Gemeinschaftsgarten mit 4:4 Stimmen abgelehnt, sodass das Projekt in der geplanten Form zunächst nicht realisiert werden kann.
Unabhängig davon bleibt das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger bestehen. Der Verein setzt sich weiterhin dafür ein, Möglichkeiten für einen Gemeinschaftsgarten in Hohenwettersbach zu finden und die Idee voranzubringen.
Der Gemeinschaftsgarten lebt davon, dass Menschen mitmachen, egal wie viel Zeit oder Erfahrung du mitbringst.
Der Garten soll von Anfang an gemeinsam gestaltet werden: In offenen Workshops mit der Stadt können alle Interessierten ihre Ideen und Wünsche einbringen. Die Vorstellungen der Bürger*innen stehen dabei im Mittelpunkt. So entsteht kein Garten von oben, sondern ein Ort für alle, der von der Gemeinschaft des Vereins getragen und weiterentwickelt wird.
Teile deine Vorstellungen und Wünsche für den Gemeinschaftsgarten im Ort.
Hilf beim Aufbau, bei Pflanzaktionen und der langfristigen Pflege des Gartens.
Erzähl Freunden und Nachbarn von der Initiative. Je mehr mitmachen, desto besser.
Bei Interesse an der Ideenfindung, aktiver Mitarbeit oder einer Mitgliedschaft im Verein freuen wir uns über eine Nachricht an garten.hohenwettersbach@gmail.com — oder nutze das Kommentarfeld weiter unten.
Die Bürgerbefragung lief vom 18. Mai bis 30. Juni 2026 — digital und auf Papierbögen. Vielen Dank an alle Teilnehmenden!
Der Gemeinschaftsgarten soll ein Ort für alle werden. Deshalb freuen wir uns über Rückmeldungen, Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft.
Bisherige Kommentare
Ich hoffe nur, dass dann Hunde darin verboten sind
Ein Lustgarten als Gemeinschaftsgarten mitten in Hohenwettersbach – ich find die Idee einfach toll! Genau so ein Ort fehlt hier noch. Ein Platz, wo Gemeinschaft wirklich gelebt wird und man sich trifft – nicht nur zufällig, sondern mit Absicht und natürlich auch etwas Arbeit.
Hinter der Grundschule, mitten im Dorfkern, gemeinsam gärtnern, Biodiversität erleben und den Gemeinsinn stärken – das klingt für mich einfach stimmig. Und das Engagement der Aktiven, die das anschieben wollen, verdient eine echte Chance.
Es soll ja Schulen geben, die schon längst einen eigenen Schulgarten haben – warum nicht gleich einen Garten schaffen, bei dem wirklich alle mitmachen können? Kinder, Eltern, Nachbarn, Rentner – zusammen. Die Grundschule ist doch der perfekte Ausgangspunkt dafür. Die Kinder erleben Natur hautnah, und gleichzeitig entsteht etwas, das dem ganzen Dorf gehört.
Meine Hoffnung wäre nur, dass man nicht gleich zu groß denkt und sich dann verzettelt. Lieber klein anfangen – ein paar Tomaten, Kräuter, Beeren – und vielleicht eine Feuerstelle als Herzstück, wo man abends einfach mal zusammensitzt. Denn was so ein Projekt langfristig trägt, ist das Miteinander, das dabei entsteht. Der Rest wächst dann von alleine.
Ich bin auf jeden Fall dabei. Max
Ich bin überrascht über die kritischen bzw. skeptischen Rückmeldungen.
Einige aus unserem Dorf haben sehr engagiert und professionell ein Konzept erarbeitet (incl. Alternative), einen Verein gegründet und erfolgreich Fördergelder eingeworben.
Das ist ein toller Anschub für ein Projekt - mitten in unserem Ort und für unsere Bürger, wo jeder frei ist, sich zu engagieren oder sich einfach nur über das Ergebnis zu freuen. Wenn ich derartige Projekte anderswo gesehen habe, war ich immer begeistert und beeindruckt. Nun haben wir die Chance hier im Ort.
Ich finde das Konzept klasse und möchte mich bei denjenigen bedanken, die sich bisher in das Projekt eingebracht haben.
Als Anwohnerin in der Seegasse ein absolutes NEIN. Warum nicht mähen mit Sense o.ä. und das Heu dem Stadtgarten spenden! Es gibt in Hohenwettersbach genug prachliegende Äcker und Wiesen, wo man sich gestalterisch zur Landschaftspflege einbringen kann. Der Lustgarten wurde , wie man der Ortschronik entnehmen kann, damals vom Baron von Maffei als Erholungsoase angelegt. Nun wird hier mal wieder einfach geplant, ohne die Nachteile der Anwohner zu berücksichtigen. Nachweisbar wurde hier gerade der Lustgarten, bzw. Rückhaltebecken nachts zur Partywiese gemacht mit Polizei und Krankenwagen Einsätzen.
Ich halte den Garten für eine tolle Idee. Gerade in Nähe zu Kindergarten und Grundschule ist es ein toller Ort um Kindern mehr über Nachhaltigkeit und unsere Nahrung beizubringen.
Hallo zusammen,
eigentlich ist jede Idee, die gemeinschaftsstiftend ist, natürlich begrüßenswert. In Hohenwettersbach hat aber, im Gegensatz zum urbanen Wohnumfeld, fast jede/jeder einen Garten mit viel Arbeit und meist entsprechend Nachbarschaftskontakt. Ich halte daher das hier vorgeschlagene Projekt für schwer realisierbar, weil am falschen Ort.
Eventuell erfolgversprechend könnte es sein, wenn der Charakter der Anlage stark thematisch und dadurch besonders(!) wäre. Damit auch Ziel für Menschen aus dem Umland und Naherholer aus der Stadt, ggfls. Nährboden für temporäre gastronomische Angebote: ein Rosengarten, der „Hohenwettersbacher Staudenpark“, ein einzigartiger Lehrgarten…
Viele Grüße
Andreas Konrad
Jetzt haben manche Tatendrang, vermutlich weil es nix kostet. Und in ein paar Jahren ist es allen zu viel Arbeit niemand möchte sich kümmern
Ich kann nicht nachvollziehen, welche Argumente konkret gegen einen Gemeinschaftsgarten sprechen könnten!
Der lustgarten gehört der Bevölkerung. Gemäß Eingemeindungsvertrag darf er nicht bebaut werden und soll erhalten bleiben. Wir haben genug Grün un unseren Ort und viele haben große Gärten. Da muss man kein Fördermittel im lustgarten versenken
Ich habe Bedenken, dass man nicht mehr mot dem Hund durchlaufen darf.
Ich selbst benötige ihn nicht. Aber Kinder und z.B. ältere Menschen würden sich freuen
Wer nur nach Sicherheit strebt und nie riskiert verpasst das Leben. Count me in :)
Gemeinschaftssinn ist sicher eine gute Idee. Für mich ist der Bedarf für ein derartiges Vorhaben jedoch nicht gegeben. Hier besteht die Gefahr, dass aus dem Lustgarten ein „ Frustgarten“ wird, da die Langlebigkeit dieses Vorhabens nicht gesichert ist.
Wenn man sich der Lustgarten heute anschaut, ist es für mich eher Ironie. Während die Wiese kreuz und quer wie bei einem totalausfall eines Rasenmähers gemäht wird, möchte man auf einmal einen Garten errichten. Vielleicht sollten wir mal bei einfach Mäharbeiten anfangen..
Ich finde die Idee grundsätzlich gut, aber es fehlt der Bedarf in der Breite und auch der Standort Lustgarten ist für einen privaten Verein nicht der richtige. Nachhaltigkeit und Langlebigkeit sind nur durch den Verein für unseren Ort nicht gesichert.
Ich befürworte eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Gehölzen, Obstbäumen, Beerensträuchern und Flächen für Insekten. Eine intensive Nutzung mit Hochbeeten und gemeinschaftlicher Bewirtschaftung halte ich für weniger sinnvoll, weil solche Konzepte dauerhaft Pflege, Organisation und klare Regeln erfordern. Während ein naturnaher Waldgarten mit langfristig robuster und nachhaltiger erscheint
Bei all diesen guten Ideen fehlt mir die Aussage zur nachhaltigen Pflege und Bewirtschaftung. Egal wie naturnah er ist, ein Garten braucht über Jahre (,Jahrzehnte?) aktive Gärtner...
Ich bin für den Gemeinschaftsgarten. Naturnah und möglichst ohne viel ‚Nachsorge‘ durch uns, soll der Garten entstehen.
Ich finde, wir können den Lustgarten entlang der Seegasse durchaus umgestalten zu etwas, was meinem Verständnis eines Parks mehr entspricht. Mehr Pflanzen (nicht nur Bäume und Gras), mehr Wege und mehr Sitzgelegenheiten. Das nicht vom Gattenbauamt einfach erstellen zu lassen, sondern selbst mit zu Gestalten und so Berührpunkte zwischen den Anwohnern zu schafffen, halte ich für eine wunderbare Idee.
Ich bin für den Gemeinschaftsgarten und möchte gerne aktiv mitarbeiten